Was die neuen Koalitionsparteien zum Schutz der Kinder vor sexuellem Missbrauch in ihren Programmen planten

Wo findet in den Wahlprogrammen der aktuellen Koalitionspartner CDU/CSU und SPD das Thema des Schutzes der Kinder und Jugendlichen in Deutschland vor sexuellem Missbrauch Berücksichtigung? Was wollen die Parteien gegen sexuellen Missbrauch tun?

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CDU/CSU

CDU/CSU bemerken, dass sie "die sexuelle Selbstbestimmung gestärkt und den Schutz von Frauen und Minderjährigen vor Gewalt verbessert" hätten (S. 44). Als Aufgabe für die kommende Legislaturperiode zum Schutz von Kindern und Jugendlichen sieht die CDU/ CSU ihre Aufgabe darin, die Rechte der Kinder in das Grundgesetz aufzunehmen (S. 24/25). Eine darüberhinaus gehende Konkretisierung oder Erwähnung von Kinder- oder Jugendschutz vor sexuellem Missbrauch oder sexueller Gewalt findet nicht statt.

SPD

Die SPD bekennt sich klar zu der Aufgabe, Kinderrechte stärken zu wollen sowie Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen. Konkret bedeutet dies für die SPD: "Wir werden die Rechte von Kindern im Grundgesetz verankern. Kinder sind eigene Persönlichkeiten und brauchen eigene Rechte. Parlamente, Verwaltungen und Gerichte sollen Kinderinteressen überall dort, wo Kinderrechte berührt sind, vorrangig berücksichtigen.  Das Recht von Kindern und Jugendlichen, ohne Gewalt – insbesondere sexualisierte Gewalt – aufzuwachsen, ist ein elementares Kinderrecht. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt muss ausgeweitet und weiter verstärkt werden. Dazu gehören ein wirksamer Jugendmedienschutz und die Weiterführung der Hilfen für die Betroffenen. Der unabhängige Beauftrage für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs spielt hier eine wichtige Rolle. Diese Funktion wollen wir weiter verlängern. Die Hilfen für die Betroffenen müssen so niedrigschwellig und unbürokratisch wie möglich zur Verfügung gestellt werden. Wir werden die Anstrengungen im Kampf gegen sexualisierte Gewalt bundesweit weiter vorantreiben. Zum Schutz gegen Mobbing müssen Eltern, Kinder und Beschäftigte in Bildungseinrichtungen für dieses Thema stärker sensibilisiert werden und Präventionsmaßnahmen in allen Altersstufen durchgeführt werden." (S. 7).